National Football League

99 Yards! Dolphins nehmen das "Black Friday"-Angebot der Jets an

NFL, Week 12: New York verliert auch unter Quarterback Boyle

99 Yards! Dolphins nehmen das "Black Friday"-Angebot der Jets an

Im Angebot der Jets an diesem "Black Friday": ein furioser Pick Six von Dolphins-Safety Jevon Holland.

Im Angebot der Jets an diesem "Black Friday": ein furioser Pick Six von Dolphins-Safety Jevon Holland. Getty Images

Bis zuletzt zum 6:32 bei den Buffalo Bills, als den Jets nach etwas mehr als 40 (!) eigenen Drives ohne Touchdown mal wieder ein Score gelungen war (TD-Pass von Spielmacher Zach Wilson), verspielten offensiv extrem schwache New Yorker immer mehr ihre restlichen Play-off-Chancen.

Die Konsequenz inmitten dieser Talfahrt: Head Coach Robert Saleh hatte genug gesehen war zum Entschluss gekommen, Quarterback Wilson - mal wieder - zu degradieren. Als Hoffnungsträger, bis im Dezember eventuell wirklich nach "Wunderheilung" das schier unglaubliche Comeback von Aaron Rodgers (Achillessehnenriss) erfolgen kann, soll nun Tim Boyle fungieren. Um es vorwegzunehmen: Der 29-jährige Routinier, der 2018 als "undrafted agent" in die Liga gekommen war (Ersatzspieler bei den Packers, Lions, Bears), konnte die Kastanien in seinem ersten Start für die "Gang Green" noch nicht aus dem Feuer holen.

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Richtig schlecht beim am Ende klaren 13:34 gegen die auf Play-off-Kurs liegenden Miami Dolphins (8-3) sah Boyle nicht aus - was sicherlich auch an gewohnten Kollegen lag. Schließlich erhielt der Spielmacher bei diesem Heimspiel Ansagen von Offensive Coordinator Nathaniel Hackett und dem an der Seitenlinie mit Mikrofon wandelnden Rodgers - beide kennt er schon gut aus seiner Packers-Zeit (2018 bis 2020).

Boyle solide

Dem Tonangeber des Jets-Angriffs gelangen am Ende dieses "Black Fridays" ordentliche 27 von 38 angebrachte Pässe für 178 Yards und einen Touchdown. Top-Receiver Garrett Wilson fingen diesen allerdings über ein Yard in der "garbage time" im vierten Viertel 4:37 Minuten vor Spielende zum 13:27-"Anschluss".

Das Bittere: Gefühlt war mehr drin für die nun schon viermal am Stück geschlagene New Yorker Mannschaft aus der AFC East, die mit der aktuellen Bilanz von 4-7 der Musik endgültig hinterherzulaufen droht.

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Zwar bekam die stark aufgestellte und in dieser Saison oft abliefernde Jets-Defense etwa Miamis Running Back Raheem Mostert (94 Yards, zwei TDs), Star-Receiver Tyreek Hill (102 Yards, ein Score) sowie seinen kongenialen Nebenmann Jaylen Waddle (114 Yards) nicht dauerhaft in den Griff, Quarterback Tua Tagovailoa dagegen schon.

Der Hawaiianer warf auf der einen Seite "nur" für 243 Yards und einen Touchdown, verlor auf der anderen außerdem noch einen Fumble und leistete sich zwei (!) Interceptions. Doch mehr als die 13 erreichten Punkte durch zwei Touchdowns (ein verschossener Extrapunkt) wollten dabei nicht herausspringen. So wog die Freude etwa über den zwischenzeitlichen Pick Six von New Yorks Cornerback Brandin Echols über 30 Yards zum 6:10 nicht sehr lang. Auch weil kurz vor der Pause ein riesiger Nackenschlag passierte ...

Holland schnappt zu

Im Genauen lief das so ab: Beim Stand von 10:6 war Miami unmittelbar vor Ende drauf und dran, weitere Zähler nachzulegen. Spielmacher Tua leistete sich hier aber zwei Sekunden vor dem Pausentee eine fatale Interception (Pick von Cornerback D. J. Reed), sodass Jets-Spielmacher Boyle nochmals aufs Feld kam und eine "Hail Mary" über sehr weite Distanz probierte - und diese auch weit bis in die Endzone brachte. Blöd nur, dass dort im unmittelbaren Umkreis des Balles kaum Mitspieler zu finden waren.

Also sprang Dolphins-Cornerback Jevon Holland hoch, schnappte sich das "Ei" und rannte mit diesem über volle 99 Yards in die entgegengesetzte Richtung zur 17:6-Vorentscheidung. Ein Touchdown als Schnäppchen sozusagen.

Während die Fins mit diesem Auswärtssieg weiter am Play-off-Ticketbuchungsprozess arbeiten, müssen die Jets weiter leiden - und feststellen, dass sie in dieser schon länger andauernden Saison erst bei zehn (!) Offensive Touchdowns stehen. So etwas nach elf absolvierten Partien hat es in der NFL seit den Raiders und Browns in der Regular Season 2009 nicht mehr gegeben.

mag

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