20:24 - 24. Spielminute

Tor 1:0
Schweinsteiger
Rechtsschuss
Vorbereitung Ballack
Deutschland

20:28 - 28. Spielminute

Gelbe Karte (Georgien)
Menteshashvili
Georgien

21:06 - 48. Spielminute

Rote Karte (Deutschland)
Podolski
Deutschland

21:07 - 48. Spielminute

Gelbe Karte (Georgien)
Khizanishvili
Georgien

21:11 - 54. Spielminute

Gelbe Karte (Georgien)
Tskitishvili
Georgien

21:16 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Gogua
für Tskitishvili
Georgien

21:20 - 62. Spielminute

Gelb-Rote Karte (Georgien)
Khizanishvili
Georgien

21:20 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Iashvili
für Martsvaladze
Georgien

21:22 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Schlaudraff
für M. Hanke
Deutschland

21:24 - 67. Spielminute

Tor 2:0
Ballack
Linksschuss
Vorbereitung Schweinsteiger
Deutschland

21:30 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Khizaneishvili
für Ghvinianidze
Georgien

21:33 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Fathi
für Hitzlsperger
Deutschland

21:33 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Frings
für Trochowski
Deutschland

21:36 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Gigiadze
für Kvirkvelia
Georgien

21:36 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Aladashvili
für Menteshashvili
Georgien

21:40 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Modebadze
für Demetradze
Georgien

21:41 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Madlung
für Friedrich
Deutschland

GER

GEO

Nationalteams Freundschaftsspiele

Klasse-Tor von Schweinsteiger

Vier Debütanten beim vierten Sieg unter Joachim Löw

Klasse-Tor von Schweinsteiger

Bastian Schweinsteiger und Michael Ballack

Torschützen und Vorbereiter: Bastian Schweinsteiger und Michael Ballack. dpa

Nach dem 13:0-Kantersieg in San Marino in der EM-Qualifikation nahm Bundestrainer Joachim Löw beim Test gegen Georgien zahlreiche Änderungen vor: Im Tor erhielt Hildebrand für Lehmann eine Bewährungsprobe, in der Abwehr debütierte der Bremer Fritz hinten rechts für Lahm und Hitzlsperger rückte für den verletzten Jansen auf die linke Abwehrseite. Eine Pause gönnte der Coach neben Lahm auch Frings, Schneider und Klose, für die der zweite Debütant Trochowski sowie Odonkor und Hanke von Beginn an spielten. Georgiens deutscher Trainer Klaus Toppmöller konnte auf den lange verletzten Kapitän Kaladze vom AC Mailand, gleichzeitig der international wohl bekannteste Name, zurückgreifen. Mit Kobiashvili (Schalke) und Tskitishvili (ehemals Freiburg und Wolfsburg) standen aus der Bundesliga bekannte Gesichter in der Startformation.

Mit einem Spruchband "Wir sagen NEIN zu Rassismus" positionierte sich der DFB vor der Partie eindeutig gegen die zuletzt aufgekommenen ausländerfeindlichen und rassistischen Parolen.

Im Ostseestadion begann die Nationalelf gemäß ihrer offensiven Aufstellung im Vorwärtsgang, doch die erste Möglichkeit hatte Demetradze (3.). Deutschland kam durch Trochowski (7.) sowie Ballack und Podolski (jeweils 8.) zu ersten Gelegenheiten, musste aber immer vor den schnellen Konterattacken der technisch starken Gäste auf der Hut sein: Tskitishvili drosch nach feinem Hackentrick von Demetradze aus 16 Metern genau ans linke Lattenkreuz (13.), und Martsvaladze umdribbelte im Strafraum Manuel Friedrich und Hitzlsperger, ehe Keeper Hildebrand und Fritz klären konnten (18.).

Die nächste Offensivaktion der Löw-Elf war dann von Erfolg gekrönt: Eine Trochowski-Flanke wehrte Georgiens Defensive nur unzureichend ab, vor dem Strafraum legte Ballack quer zu Schweinsteiger. Der Münchner drosch den Ball aus 25 Metern per Rechtsschuss halbhoch ins rechte Eck (24.).

Nach der Führung nahm der WM-Dritte erstmal etwas das Tempo aus der Partie, das Geschehen spielte sich zunächst weitgehend im Mittelfeld ab, ehe Georgien nach einem Fauxpas von Arne Friedrich, der den Ball nach einem Zuspiel von Keeper Hildebrand vor dem Strafraum an Kobiashvili verlor, die Riesenchance zum Ausgleich hatte: Doch der Schalker, allein vor Hildebrand, entschloss sich zu einem ungenauen Querpass auf Martsvaladze, der dann am leeren Tor vorbeischoss (35.). Auf der Gegenseite vergab Hanke nach Podolski-Zuspiel frei vor dem glänzend parierenden Lomaia das 2:0 (39.).

Hanke hatte auch nach dem Wechsel die große Möglichkeit, sein Torkonto im Nationaldress auf zwei Treffer aufzustocken, doch der Wolfsburger platzierte seinen Kopfball aus sechs Metern genau auf Lomaia (47.). Eine Minute später lieferte dann Podolski ein unrühmliches Highlight: Der Münchner trat am Boden liegend gegen Khizanisvili nach und wurde vom österreichischen Unparteiischen Lehner zu Recht mit der Roten Karte vom Platz gestellt.

Schiedsrichter Lehner zückt "Rot" für Podolski

Kurz nach dem Wechsel: Schiedsrichter Lehner zückt "Rot" für Podolski. dpa

Das DFB-Team stellte sich gut auf das Unterzahlspiel ein, spielte weiter forsch nach vorne: Schweinsteiger prüfte Lomaia (55.), ebenso Ballack (61.). Eine Minute später war die nur numerische Unterlegenheit wieder passé: Bereits Gelb-verwarnt, stieg Podolski-Widersacher Khizanisvili im Mittelfeld gegen Hanke allzu robust ein und sah die Ampelkarte.

In der 65. Minute betrat der dritte Debütant das Spielfeld: Jan Schlaudraff kam für den unglücklich spielenden Hanke und erlebte zwei Zeigerumdrehungen später das 2:0: Schweinsteiger legte im Strafraum quer zu Ballack, der mit trockenem Linksschuss aus 15 Metern flach ins linke Eck traf.

Georgien, das im zweiten Durchgang seinem hohen Tempo im ersten Abschnitt Tribut zollen musste, kam danach nicht mehr entscheidend zum Zug - lediglich ein zweites Abseitstor von Demetradze (auch Martsvaladzes Treffer kurz vor der Pause wurde aberkannt) sorgte kurz für Aufregung in der meist stabilen Defensivabteilung Deutschlands. Viele Wechsel auf beiden Seiten sorgten dann auch dafür, dass der Spielfluss immer mehr abebbte, so dass auch in der Schlussphase nichts mehr passierte.

Viertes Spiel, vierter Sieg, dazu ohne Gegentor: Unter Bundestrainer Joachim Löw wahrte das deutsche Team auch gegen Georgien seine blütenweiße Weste. Löw gelang damit den besten Start eines deutschen Coaches.