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Sturzgefahr bei Paris-Roubaix: Arenberg-Anfahrt soll entschärft werden

Tempo-Reduzierung durch Schikane

Sturzgefahr bei Paris-Roubaix: Arenberg-Anfahrt soll entschärft werden

Nils Politt (r.) heizt durch den Wald von Arenberg.

Nils Politt (r.) heizt durch den Wald von Arenberg. IMAGO/Sirotti

Aufgrund des schlechten Wetters in Nordfrankreich soll am Sonntag beim 121. Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix kurz vor dem gefürchteten Wald von Arenberg eine Schikane eingebaut werden. Mit dieser Maßnahme, die von der Fahrer-Vereinigung CPA gewünscht wurde, soll die Geschwindigkeit der Radprofis vor der schweren und gefährlichen Kopfsteinpflaster-Passage abgebremst werden.

35 statt 60 km/h?

Gewöhnlich fahren die Fahrer mit einer Geschwindigkeit von rund 60 km/h in den Pavé-Sektor, durch die Schikane könnte das Tempo auf gut 35 km/h reduziert werden. Allerdings drohen auch dann Stürze, wenn das Feld abrupt abgebremst wird, zumal kurz vor der Arenberg-Passage stets heftige Positionskämpfe im Feld stattfinden. Renndirektor Thierry Gouvenou hat Gespräche mit den lokalen Behörden zur Umsetzung aufgenommen.

Radsport

Zuletzt war vor allem nach dem schlimmen Massensturz beim Halbklassiker Quer durch Flandern, bei dem sich unter anderem Wout van Aert schwer verletzte, die Sicherheitsdebatte im Radsport wieder aufgeflammt. "Die Fahrer sind derzeit ein wenig traumatisiert", sagte Gouvenou.

Das Kopfsteinpflaster-Stück durch den Wald, wo sich Klassiker-König Johan Museeuw 1998 die Kniescheibe brach, ist 2,3 Kilometer lang und weist mit fünf Sternen den höchsten Schwierigkeitsgrad auf.

DPA, sts

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