EM-Qualifikation Frauen

DHB-Frauen nach Erfolg in Slowakei auf Kurs zur Handball-EM

Mit Kantersieg ins Olympia-Jahr

DHB-Frauen nach Erfolg in Slowakei auf Kurs zur Handball-EM

Antje Döll und die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen feierten einen Kantersieg in der Slowakei.

Antje Döll und die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen feierten einen Kantersieg in der Slowakei. Marco Wolf

Bundestrainer Markus Gaugisch ging zu Beginn der Partie wie erwartet keine Experimente ein. Zu wichtig sind die anstehenden Wochen mit dem Olympia-Qualifikationsturnier vom 11. bis 14. April, wenn die DHB-Frauen in Neu-Ulm gegen Slowenien, Montenegro und Paraguay um eines von zwei Tickets für die Sommerspiele in Paris spielen.

Von Beginn an ließ der WM-Sechste des Vorjahres keine Zweifel daran aufkommen, wer das Parkett als Sieger verlassen sollte. Die DHB-Frauen starteten entsprechend motiviert und ließen dem überforderten Gegner schon in der Anfangsphase keine Chance. Gleich vier Gegenstöße nach Ballgewinnen in der Defensive bescherten Emily Bölk und Co. bereits nach drei Minuten eine Vier-Tore-Führung.

Hinten vernagelte Katharina Filter ihr Tor und überragte im ersten Abschnitt mit einer Fang-Quote von fast 50 Prozent und so wurde nach dem schnellen 4:0 die Führung kontinuierlich ausgebaut. In der 22. Minute betrug das Polster beim 15:5 erstmals zehn Tore. Gaugischs Team, das bei der WM vor knapp zweieinhalb Monaten den sechsten Platz belegt hatte, baute den Vorsprung mit sehenswerten Kombinationen immer weiter aus.

Der DHB-Coach gab seinen Stammspielerinnen um Bölk und Grijseels mit zunehmender Spieldauer immer wieder Pausen zum Durchschnaufen und probierte in der Offensive verschiedene Spielformen aus. Auch nach der Pause agierte die deutsche Mannschaft trotz der klaren Führung konzentriert weiter und lag knapp zehn Minuten vor Schluss beim 34:14 erstmals mit 20 Toren vorn.

Gaugisch zufrieden

Vor 1500 Zuschauern im slowakischen Sala waren beim 40:18-Erfolg Co-Kapitänin Alina Grijseels und Linksaußen Antje Döll mit jeweils mit acht Toren die besten Werferinnen für die DHB-Auswahl. Deutschland führt die Qualifikationsgruppe 2 mit nun 4:0 Punkten an, weitere Gegner sind die Ukraine und Israel.

Das einseitige Duell mit den Slowakinnen  diente für die Auswahl aus Deutschland dem Einspielen für das Turnier der Olympia-Quali Mitte April in Neu-Ulm, bei dem Deutschland gegen Slowenien, Montenegro und Paraguay um das Paris-Ticket kämpft. Am Sonntag soll mit einem weiteren Erfolg aber zunächst das EM-Ticket vorzeitig gesichert werden.

"Es hat viel Spaß gemacht. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sehr, sehr engagiert war. Wir sind gerannt wie verrückt", sagte Markus Gaugisch nach dem Sieg der deutschen Auswahl in der Slowakei gegenüber dem SID. Der Bundestrainer ergänzte: "Ich habe viele Spielerinnen gesehen, die sehr viel investiert haben. Da kann man zufrieden sein."

Co-Kapitänin Alina Grijseels erklärte gegenüber der dpa: "Wenn man hoch gewinnt und viele Tore wirft, macht es immer Spaß." Torfrau Katharina Filter lobte: "Die Abwehr war mega gut."  Am Sonntag will Gaugisch mit seinen Schützlingen weiter an Feinheiten arbeiten. "Was wir noch brauchen, sind mehr Tempowechsel. Aber das sollte man nicht zu hoch hängen", sagte der Bundestrainer und kündigte an: "Wir werden andere Schwerpunkte setzen und vielleicht andere Formationen auf die Platte schmeißen."

Slowakei - Deutschland 18:40 (8:20)

Slowakei: Olláhová 1, Ivanytsia; Lancz 4/1, Szarkova 4, Pocsikova 2, Varjassiová 2, Michalkova 1, Némethová 1, Popovcova 1, Rajnohova 1, Zsakovics 1, Bizikova, Bujnochova, Demeter Virág, Pastorekova, Ratvajská

Deutschland: Filter, Wachter; Döll, 8, Grijseels, 8/2, Antl, 5, Bölk, 4, Lott, 4, Behnke, 3, Behrend, 3, Maidhof, 2, Hauf, 1, Schmelzer, 1, Thomaier, 1, Ossenkopp, Weigel, Zschocke

Zuschauer: 1500
Schiedsrichter: Kristof Altmar / Marton Horvath (HUN)
Strafminuten: 2 / 6

SID, dpa, red