Bundesliga

"Ein Unterschiedsspieler": Roses großes Lob für Dani Olmo

RB Leipzig gewann zuletzt zweimal in München

"Ein Unterschiedsspieler": Roses großes Lob für Dani Olmo

Marco Rose hofft in München auf einen starken Dani Olmo.

Marco Rose hofft in München auf einen starken Dani Olmo. IMAGO/Picture Point LE

Die jüngsten beiden Auftritte in München müssten RB Leipzig für das Duell am Samstagabend eigentlich reichlich Selbstvertrauen geben. Sowohl am 33. Spieltag der Saison 2022/23 (3:1) als auch am 12. August 2023 beim Supercup (3:0) siegten die Sachsen beim deutschen Rekordmeister und zeigten dem Team von Trainer Thomas Tuchel jeweils schmerzhaft dessen Defizite auf.

Inzwischen ist Tuchel in München ein Trainer auf Zeit, und die sportliche Lage des Branchenprimus ist nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge deutlich angespannt. Marco Rose will diesem Umstand jedoch für das anstehende Spiel keine übergroße Bedeutung beimessen. Natürlich wüssten er und seine Spieler, "dass bei den Bayern momentan nicht alles so leicht vom Fuß geht", so der RB-Coach bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag.

"Die Bayern sind die Bayern"

Gleichzeitig aber hebt Rose hervor, welchen Stellenwert und welche Qualität der FC Bayern immer noch besitzt. "Ich habe großen Respekt vor Thomas Tuchel und dem, was er erreicht hat", stellt der Leipziger Trainer klar, und auch vor den Bayern an sich habe er "großen Respekt". Zudem sei die Münchner Heimbilanz mit neun Siegen, einem Remis und einer Niederlage bei einem Torverhältnis von 37:7 nach elf Partien nicht so schlecht, so der Coach weiter. "Die Bayern sind die Bayern", betont Rose und verweist zudem auf die individuelle Qualität des Kontrahenten. "Das sind Jungs, die über Jahre gelernt haben, Sieger zu sein."

Dem will RB jedoch seine Qualitäten entgegensetzen. Nachdem Roses Team zu Beginn des neuen Jahres "auch mit der Leichtigkeit gerungen hat" (Rose) und dreimal nacheinander verlor, haben Kapitän Willi Orban und seine Kollegen aus den drei jüngsten Ligapartien sieben Zähler verbucht und sich im Rennen um die Champions-League-Qualifikation wieder bis auf einen Punkt an Platz vier herangearbeitet. Und deswegen fahren die Sachsen auch selbstbewusst nach München.

Simakan ersetzt Klostermann

Auf einem Mann setzt man im Lager der Leipziger dabei besonders: Dani Olmo. Der spanische Nationalspieler (32 Einsätze bislang) hat ganz spezielle Erinnerungen an die Münchner Arena. Beim Supercup im vergangenen August erzielte er alle drei RB-Treffer. Nach einer Knie- sowie einer Schulterblessur ist der 25-Jährige seit Beginn des neuen Jahres wieder zurück. "Wir freuen uns, dass Dani sehr stabil ist", sagt Rose, der den Filigrantechniker "einen Unterschiedsspieler" nennt, "der schwer bis gar nicht zu ersetzen ist".

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Dani Olmo sei ein Spieler, bei dem man "das Gefühl hat, dass er hinten Augen hat", der auf dem Platz Räume und Situationen sehe, "die andere nicht erkennen", so Rose, der torgefährlich und zudem noch ein fleißiger Arbeiter gegen den Ball sei. Zudem inzwischen ein Anführer im Leipziger Team, kein lauter, aber einer, der dennoch deutlich zu vernehmen sei.

Auf Dani Olmo ruhen also große Hoffnungen in München. Lukas Klostermann wird dagegen fehlen, nachdem sich der Nationalverteidiger beim jüngsten 2:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hat. Für ihn wird Mohamed Simakan in die Innenverteidigung rücken, der bereits gegen Mönchengladbach für Klostermann eingewechselt wurde.

Andreas Hunzinger

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